Fettsäuren

Fettsäuren sind wichtige Energielieferanten, Reservestoffe und Aufbaustoffe zugleich! Bestimmte Fettsäuren kann der Körper nicht selbst herstellen.

Ungesättigte Fettsäuren werden häufig auch als gesunde Fette deklariert, die verstärkt auf dem Speiseplan stehen sollten. Sie sind unterteilt in einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Einfach ungesättigte Fettsäuren haben ausschließlich eine Doppelbindung, mehrfach ungesättigte Fettsäuren dagegen zwei oder mehr Doppelbindungen. Die Position der Doppelbindung bestimmt dabei, ob es sich um eine Omega3 oder um eine Omega6 Fettsäure handelt. Ungesättigte Fettsäuren dienen dem Körper als Bestandteil der Zellmembranen und sorgen dafür, dass diese durchlässig und flexibel bleiben. Einige der mehrfach ungesättigten Fettsäuren wirken entzündungslindernd – sie sind Vorstufen von Hormonen oder unterstützen die Zellteilung.

Die häufigsten Nahrungsquellen für ungesättigte Fettsäuren sind Getreide, Kartoffeln, Fleisch, Fisch, pflanzliche Öle, Nüsse und Avocados. Olivenöl etwa besteht zu einem Großteil aus der einfach ungesättigten Fettsäure Ölsäure, enthält darüber hinaus aber auch Omega3 und Omega6-Fettsäuren. Erdnuss-, Raps- und Distelöl sind ebenfalls gute Ölsäure-Lieferanten. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt 7 bis 10 Prozent der täglichen Gesamtenergiezufuhr durch ungesättigte Fettsäuren abzudecken. In der durchschnittlichen Aufnahme von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren besteht jedoch ein Ungleichgewicht – während i.d.R. zu viele gesättigte Fettsäuren auf dem Teller landen, liegt der durchschnittliche Verzehr von ungesättigten Fettsäuren bei nur rund fünf Prozent der Gesamtenergiezufuhr.

Gesättigte Fettsäuren dienen dem Körper in erster Linie zur Energielieferung – sie stecken vor allem in Lebensmitteln tierischer Herkunft (Wurst, Butter etc.) und spielen eine große Rolle bei Fettstoffwechselstörungen, denn sie erhöhen den Cholesterinspiegel. Die DGE empfiehlt deshalb eine reduzierte Aufnahme von nicht mehr als 7 bis10 Prozent pro Tag. Der Anteil an gesättigten Fettsäuren sollte nicht mehr als ein Drittel der insgesamt aufgenommenen Menge an Fett pro Tag betragen – tatsächlich ist jedoch der durchschnittliche Verzehr zumeist viel höher. Schuld daran sind i.d.R. die vielen tierischen Lebensmittel und Fertignahrung, die wir taglich zu uns nehmen.

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Funktionen von Fettsäuren:

  • Einfach ungesättigte Fettsäuren haben keine Einfluss auf dem Blutfettspiegel
  • Gesättigte Fettsäuren können den Blutfettspiegel erhöhen
  • Gesättigte sowie ungesättigte Fettsäuren liefern Energie und unterstützen u.a. das Immunsystem und zahlreiche wichtige Stoffwechselprozesse.
  • Transfettsäuren gelten als gesundheitsschädlich (z.B. in Margarine)